Tipp des Monats von unserem Komitee-Mitglied Andy Moser
Vier Wochen Südafrika, davon drei Wochen in Stellenbosch - das bedeutet auch die Gelegenheit, zahlreiche bekannte und unbekannte Weingüter zu besichtigen. Meist sind die Degustationen kostenfrei oder mit einem bescheidenen Unkostenbetrag verbunden, den es sich allemal lohnt zu investieren.
Auch kulinarisch kommt man auf seine Kosten, denn die Preise für die Spitzengastronomie entsprechen denjenigen eines Landgasthofes auf dem Lande. Ein tolles Beispiel ist das Weingut Rust en Vrede. Seit 1977 erzeugt die Familie Engelbrecht auf diesem Traditionsweingut am Helderberg großartige Rotweine aus Shiraz, Cabernet, Sauvignon und Merlot. Die Rotweine brauchen ihre Zeit, danken diese aber mit großer Ausdruckskraft. Egal ob Estate, Single Vineyard oder der in limitierter Menge verfügbare, gesuchte Kult-Cuvée "1694"
Beim Besuch des Weinguts lohnt es sich, die Weindegustation mit einem Mittagsmenu zu verbinden. Ich entschied mich für den Winemaker's Lunch (Sirloin Steak) zusammen mit dem Single VineYard Tasting, bestehend aus dem Estate 2015, dem SV Syrah 2015, dem SV Cabernet Sauvignon 2016 und dem Flaggship "1694" 2015. Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Single Vineyard Syrah und dem 1694 entschied nicht zuletzt auch aufgrund des Preis/Leistungsverhältnisses der Syrah, kostet er vor Ort rund CHF 70.--, währenddem der 1694 zu CHF 110.-- verkauft wird.
Hier meine Notizen zum Wein:
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Single Vineyard Shiraz Rust en Vrede Wine Estate Stellenbosch, RSA 2015
Bezugsquelle: Leider bietet dieses Produkt keiner unserer präferierten Weinhändler an... |
Was für ein Powerpaket! Sehr kräftige, variantenreiche Nase. Momentan dominieren noch die Beeren, dahinter zeigen sich Pfeffer und etwas Specktöne sowie Schokolade. Im Mund ein unglaubliches Extrakt, das von einer unscheinbaren aber wichtigen Säure gestützt wird und die nötige Frische gibt. Das Ganze ist toll ausbalanciert und bietet bereits jetzt Trinkspass auf sehr hohem Niveau. Wer Geduld hat und 2-3 Jahre zuwarten kann, wird zusätzlich belohnt. Deshalb unbedingt den 2015er kaufen, wobei die 980 Rand schon etwas weh tun. (17.5/20)